Datenschutz – Football Math Academy
*Stand: Oktober 2026 · Version der Datenschutzerklärung: 2026-10*
*(Diese Version wird bei der Einwilligung der Eltern in parent_accounts.consent_version gespeichert.)*
Football Math Academy ist eine Lern-App für Kinder von 6 bis 13 Jahren. Wir halten uns an das
Schweizer Bundesgesetz über den Datenschutz (revDSG / nDSG, in Kraft seit 1. September 2023)
und die Datenschutzverordnung (DSV). Leitlinie: **so wenig Daten wie möglich, so lokal wie
möglich, alles freiwillig.**
> Kurz gesagt: Ohne Eltern-Login bleiben alle Daten auf dem Gerät. Kinder haben kein Konto
> und keine E-Mail. Es gibt keine Werbung, kein Tracking, keine Chats, keine öffentlichen
> Profile und keine Käufe mit echtem Geld.
1. Verantwortliche Stelle
Anfragen zu Auskunft, Berichtigung, Löschung oder Datenherausgabe beantworten wir innert
30 Tagen (Art. 18 DSV), kostenlos.
2. Welche Daten wo gespeichert werden
2.1 Auf dem Gerät (Standard, immer)
Die App funktioniert vollständig offline und ohne Konto. Folgende Daten liegen nur im
Browser-Speicher (localStorage) des Geräts und verlassen es nicht:
Diese Daten können jederzeit in der App (Elternbereich → «Daten auf diesem Gerät löschen»)
oder über die Browser-Einstellungen gelöscht werden.
2.2 Optional in der Cloud (Eltern- oder Schulkonto)
Nur wenn ein Elternteil oder eine Lehrperson ein Konto anlegt und einwilligt, werden
zusätzlich folgende Daten bei unserem Auftragsbearbeiter Supabase gespeichert:
Nicht erhoben werden: echte Namen der Kinder, Geburtsdatum (nur Jahrgang), Fotos, Stimme,
Standort, Kontakte, Werbe-IDs, IP-basierte Profile.
Schülercodes
Eltern und Schulen erhalten für jedes Kind einen Schülercode. Damit meldet sich das Kind
auf einem beliebigen Gerät an – ohne E-Mail, Passwort oder echten Namen. Das Gerät erhält
dafür eine anonyme Sitzung, die serverseitig nur mit diesem einen Kind verknüpft ist und nur
dessen Spielstand lesen und schreiben darf. Wer den Code kennt, kann mit dem Spielstand
spielen; Code-Karten sollten deshalb nicht öffentlich aufgehängt werden. Ein neuer Code macht
den alten ungültig und meldet alle Geräte ab. Beim Abmelden auf einem geteilten Gerät
(z.B. Schul-Tablet) wird der Spielstand zuerst gesichert und dann vom Gerät entfernt.
Lehrpersonen sehen den Lernstand ihrer Klassen (Lernziele nach Lehrplan 21, Anteil
richtiger Antworten, Lernzeit). Eltern können einem Schulkind mit dessen Code folgen und
sehen dann denselben Lernstand (nur lesen). Die Schule bleibt für die Daten ihrer Klassen
verantwortlich und entscheidet über den Einsatz; für Schulen schliessen wir eine
Auftragsbearbeitungsvereinbarung ab *[Vorlage einsetzen]*.
Wochen-Challenge der Klasse
Lehrpersonen können ein gemeinsames Klassenziel starten (z.B. «500 richtige Antworten bis
Freitag»). Die Kinder sehen nur den Gesamtstand, den Stand ihres Teams und ihren eigenen
Beitrag – keine Namen anderer Kinder, keine Rangliste, keine Nachrichten. Nur die
Lehrperson sieht die Beiträge pro Kind.
Lernbericht per QR-Code / Link
Im Elternbereich kann ein Lernbericht als QR-Code bzw. Link erstellt werden, um ihn auf einem anderen Gerät
(z.B. dem Handy der Eltern) anzusehen. Der Bericht enthält den Spitznamen, die Klasse, Lernzeiten und
Lernstände der letzten 7 Tage sowie schwierige Aufgaben. Er steckt vollständig im Teil hinter dem # der
Adresse; dieser Teil wird von Browsern nie an einen Server übertragen und nirgends gespeichert. Wer den
Link oder QR-Code erhält, kann den Bericht lesen – er sollte daher nur mit Erziehungsberechtigten bzw.
Lehrpersonen geteilt werden.
Vorlesefunktion (🔈)
Aufgaben, Lesetexte und Matchberichte können vorgelesen werden. Dafür nutzt die App die
Sprachausgabe des Browsers bzw. Betriebssystems; es werden keine Tonaufnahmen gemacht und
kein Mikrofon verwendet. Die App wählt immer zuerst eine **Stimme, die auf dem Gerät selbst
läuft**. Nur wenn ein Gerät keine eigene deutsche Stimme hat, kann der Browser eine Online-Stimme
seines Herstellers verwenden (z.B. «Google Deutsch» in Chrome am Computer); dann wird der
vorzulesende Text – er kann den Spitznamen enthalten – an diesen Hersteller übermittelt. Wer das
vermeiden möchte, installiert in den Systemeinstellungen eine deutsche Stimme oder nutzt die
Vorlesefunktion nicht.
3. Zwecke und Rechtsgrundlage
- Lernen und Spielen (lokal): Bereitstellung der App.
- Synchronisation zwischen Geräten (optional): auf Wunsch der Eltern.
- Eltern-Übersicht (optional): Lernzeit und Fortschritt des eigenen Kindes.
Die Bearbeitung in der Cloud erfolgt nur mit **ausdrücklicher Einwilligung eines
Elternteils** (gesetzliche Vertretung, Art. 6 Abs. 6 und 7 revDSG). Die Einwilligung wird mit
Zeitpunkt und Version protokolliert und kann jederzeit widerrufen werden (Abmelden bzw.
Konto löschen). Eine Verwendung für andere Zwecke findet nicht statt (Zweckbindung,
Art. 6 Abs. 3 revDSG).
4. Was es bewusst **nicht** gibt
- Kein Tracking, keine Analyse-Tools, keine Werbung, keine Tracking-Cookies, keine
Weitergabe an Dritte zu Marketingzwecken.
- Keine Chats, keine Nachrichten, keine Verbindung zu Konten anderer Kinder, **keine
öffentlichen Profile** oder Ranglisten mit anderen echten Kindern. «Freunde» im Team sind nur
Spitznamen, die das Kind selbst einträgt; sie bleiben im Spielstand.
- Keine Käufe mit echtem Geld, keine In-App-Käufe, keine Lootboxen. Spielgeld ist rein
virtuell.
- Keine Konten für Kinder und keine E-Mail-Adressen von Kindern.
5. Datensicherheit (Art. 8 revDSG)
- Privacy by Default (Art. 7 revDSG): Die Synchronisation ist standardmässig aus; die App
braucht kein Konto.
- Row Level Security auf allen Tabellen: Ein Elternteil kann technisch nur die eigenen
Daten und die seiner Kinder lesen oder ändern. Nicht angemeldete Zugriffe haben keine
Rechte.
- Verschlüsselte Übertragung (HTTPS/TLS), Verschlüsselung der Datenbank im Ruhezustand durch
den Hoster.
- Anmeldung ohne Passwort (Einmal-Link oder 6-stelliger Code per E-Mail, PKCE-Verfahren).
- Supabase-Anfragen werden vom Service Worker nie zwischengespeichert.
- Begrenzung: Anzahl Kinderprofile gemäss Plätzen (Familie 3, Schule 30 gratis), Grössenlimits für alle Felder.
- Schülercodes: ca. 40 Bit Zufall, ohne verwechselbare Zeichen; max. 10 Code-Versuche pro
Sitzung in 15 Minuten; anonyme Sitzungen dürfen keine Konten oder Kinderprofile anlegen.
6. Hosting und Bekanntgabe ins Ausland
- Das Supabase-Projekt wird in der Region Zürich (eu-central-2) oder, falls nicht
verfügbar, Frankfurt (eu-central-1) betrieben. Die EU-Staaten gelten gemäss Anhang 1
DSV als Länder mit angemessenem Datenschutz (Art. 16 Abs. 1 revDSG).
- Supabase Inc. hat ihren Sitz in den USA. Mit Supabase besteht ein
Auftragsbearbeitungsvertrag (Data Processing Addendum, Art. 9 revDSG). Für allfällige
Zugriffe aus den USA (z.B. Support) ist zu prüfen, ob Supabase unter dem *Swiss-U.S. Data
Privacy Framework* zertifiziert ist; andernfalls werden die EU-Standardvertragsklauseln mit
Schweizer Anpassungen (Art. 16 Abs. 2 lit. d revDSG) verwendet.
- E-Mails für den Login werden über Brevo (Sendinblue SAS, Paris, Frankreich) versendet.
Brevo erhält dafür nur die E-Mail-Adresse der erwachsenen Person und den Inhalt der
Anmelde-E-Mail. Mit Brevo besteht ein Auftragsbearbeitungsvertrag (Art. 9 revDSG).
7. Aufbewahrung und Löschung
Mit «Konto löschen» im Elternbereich werden sofort und vollständig gelöscht:
Elternkonto, E-Mail-Adresse, alle Kinderprofile, Spielstände, Lernsitzungen und
Einstellungen (Datenbankfunktion delete_my_account()).
8. Rechte der Eltern
Eltern (bzw. urteilsfähige Kinder selbst) haben jederzeit folgende Rechte:
- Auskunft (Art. 25 revDSG): Welche Daten wir bearbeiten – direkt im Elternbereich
einsehbar und als Export abrufbar.
- Datenherausgabe / Datenportabilität (Art. 28 revDSG): Export aller Daten als
maschinenlesbare JSON-Datei (Funktion «Daten exportieren», export_my_data()).
- Berichtigung (Art. 32 Abs. 1 revDSG): Spitzname, Jahrgang, Klasse und Einstellungen
können im Elternbereich jederzeit geändert werden.
- Löschung und Widerruf der Einwilligung: einzelnes Kinderprofil löschen oder ganzes
Konto löschen (siehe Abschnitt 7). Lokale Daten über «Daten auf diesem Gerät löschen».
- Widerspruch gegen die Bearbeitung: Synchronisation ausschalten; die App bleibt voll
nutzbar.
- Beschwerde beim Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB),
<https://www.edoeb.admin.ch>.
9. Kinder
- Die App richtet sich an Kinder, die Einwilligung zur Cloud-Synchronisation geben aber
ausschliesslich die Eltern (E-Mail-Bestätigung durch das Elternteil).
- Der Elternbereich ist durch eine einfache Eltern-Hürde (Rechenaufgabe für Erwachsene)
vom Kinderbereich getrennt.
- Texte für Kinder erklären in einfacher Sprache, dass keine persönlichen Angaben nötig sind
(Tipp: Fantasie-Spitzname verwenden).
Anhang A: Hinweise zur revDSG-Konformität (intern)
Anhang B: Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA, Art. 22 revDSG) – Überlegungen
Eine DSFA ist nötig, wenn eine Bearbeitung ein hohes Risiko für die Persönlichkeit mit
sich bringen kann. Bewertung:
- Betroffene: Kinder (besonders schutzbedürftig) → erhöhte Sorgfalt.
- Datenarten: keine besonders schützenswerten Personendaten (Art. 5 lit. c revDSG); keine
Gesundheits-, biometrischen oder Standortdaten. Lernstatistiken sind aggregiert und
dienen nicht der Leistungsbeurteilung durch Dritte.
- Umfang: pro Kind wenige Felder; kein Profiling im Sinne von Art. 5 lit. f/g revDSG
(die adaptive Aufgabenwahl findet lokal statt und hat keine rechtlichen oder ähnlich
erheblichen Wirkungen).
- Risiken: unbefugter Zugriff auf Elternkonto (→ passwortloser Login, RLS, kurze
Token-Laufzeit), Fehlkonfiguration der Datenbank (→ RLS auf allen Tabellen, Tests),
Zugriff durch Behörden im Ausland (→ Hosting CH/EU, Datenminimierung), Eingabe echter
Namen als Spitzname (→ Hinweis «Fantasie-Spitzname», 24-Zeichen-Limit).
- Ergebnis (vorläufig): Bei der beschriebenen Ausgestaltung ist kein hohes Risiko zu
erwarten; eine kurze, dokumentierte DSFA wird dennoch empfohlen, weil Kinder betroffen
sind. Neu zu beurteilen bei: Schul-/Klassenfunktionen, Ranglisten mit anderen Kindern,
Sprachaufnahmen (Text-to-Speech ist unkritisch, Spracherkennung nicht), Analyse-Tools,
Zahlungen oder Weitergabe an Lehrpersonen.